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Dienstag, 18. November 2008

Gott erzieht uns?!

Hab ein interessantes Zitat gefunden, dass die Tatsache, dass Gott uns so unendlich liebt, in eine gute Balance mit entsprechendem Verhalten bringt! Gott erzieht uns, bis unser Leben und Handeln mit ihm in Einklang ist. Max Lucado sagt: 
"Es stimmt, dass Gott uns so liebt, wie wir sind. Er liebt uns aber zu sehr, um uns zu lassen, wie wir sind."
Die gute Nachricht ist: Gott ist mein Vater!
Die schlechte Nachricht ist: Er scheint seine Aufgabe ernst zu nehmen...

Unser Umzugs-Auto

So sah unser Wagen aus. Mal ein Auto auf Kambodschas Strassen, das nicht hoffnungslos überladen war!

Freitag, 14. November 2008

Umzug - Endlich geschafft!!

Gestern war der Umzugstag. Das Haus wurde auf den Kopf gestellt, Playmobilfiguren aus den letzten Ecken gefegt, die letzten Artikel verkauft. Um 15 Uhr kam der Pick-Up, um die Sachen aufzuladen: Kisten, Kartons und Möbel! So was geht nur in Kambodscha. Auch unsere Kollegen aus den USA zogen am selben Tag aus.

Um 17:00 trafen wir uns alle zum gemeinsamen Abendessen im open-air Grillrestaurant an der Hauptstrasse: Krutsches, Wiebes, Zwygarts, Herr Sott aus der Gemeinde, die Fahrer und wir. Dann ging es los, wir mussten nachts fahren. Während dem 3-tägigen Boot-Festival in Phnom Penh schwillt die Einwohnerzahl um das doppelte an. Darum werden keine Transportfahrzeuge in die Stadt gelassen.

Es war bereits dunkel, als wir losfuhren. Wenig Verkehr. Zwei Stops, zum Tanken und zum was Essen. Schliesslich ein Stau: Die Polizei hatte (auf der einspurigen Fahrbahn) alle Busse und Lastwagen angehalten, da diese noch nicht in die Stadt durften. 3 Stunden standen die Armen schon in der Nacht! Bianca hatte den Einfall: „Papa, wir müssen beten, dass der Stau wieder aufhört!“ Papa betet, und Minuten später kommen 4 Bonzen-Landcruiser mit Reichen und Mächtigen auf der Gegenspur an uns vorbeigefahren; die Polizei macht den Weg frei. Unser Fahrer hängt sich sofort dran und Minuten später haben wir die kilometerlange Blechschlange hinter uns gelassen!

Nächster Stop Phnom Penh, Nachts um 11 Uhr. Direkt hinter der Brücke warten Polizisten, das Fahrverbot steht immer noch. Unser Fahrer hält (das ist in Kambodscha so natürlich wie Essen und Trinken) eine Handvoll Scheine aus dem Fenster. Trotzdem will uns der Verkehrswächter an die Seite winken, da entgegnet unser Fahrer empört: „Ich habe dir 5000 Riels gegeben!“ (1 Euro). Der Herr Polizist tritt zur Seite und lässt uns durch... (Unser Bericht wurde von mehreren Kollegen heute morgen als „kambodschanischer Durchzug durchs Rote Meer“ kommentiert...)

Wir sind so froh, dass wir die Packerei endlich geschafft haben. Unsere Mitmissionare freuen sich über mehrere Kisten mit guten Sachen, die wir nicht mehr brauchen und verschenken. Die Kinder spielen, gucken Bücher an, schauen „Biene Maja“ – und relaxen einfach. Wir haben die Möbel im Lager verstaut. Wir froh wir sind, endlich in Phnom Penh zu sein.

Aber sobald wir die Augen zumachen, laufen wir sofort wieder durch die Strassen Snouls, gehen im Gummiwald spazieren oder sitzen mit unseren Freunden vor dem Haus und reden. Wir sind froh, wie wunderbar Gott uns in den letzten 3 Jahren geführt gesegnet hat – und zugleich ziemlich traurig. Ein gutes Zeichen, denke ich!

Dienstag, 11. November 2008

Alles hat ein Ende...

Letzte Woche war jede Veranstaltung zum letzten Mal.

Kinderstunde in Gamleig:

Es waren wieder etwa 30-40 Kinder da. Die Kinder dort habe ich im Lauf der Jahre so ins Herz geschlossen! Sie sind so natürlich und fröhlich, empfänglich für Liebe und Zuwendung. Obwohl ich Lieder ausgesucht hatte, wollten sie die Auswahl ihrer Hits singen. Bei der Geschichte hörten sie gut zu. Als ich mich am Schluss von Einzelnen verabschiedete und mir bewusst wurde, dass ich diese Kinder wohl nie wieder sehen werde, war ich wirklich sehr traurig.

Möge Gott ihnen durch das neue Team viel Liebe, Ermutigung schenken und mögen viele von ihnen ihren Weg mit Jesus weitergehen!

Sonntagsschule in Snoul

Da ab nächstem Sonntag unser Haus nicht mehr zur Verfügung steht, haben wir den Ort gewechselt. Zum ersten Mal hatten wir ein Open Air Meeting. Die Distrikt-Verwaltung hat uns ihr Gelände zur Verfügung gestellt. Wir trafen uns bei uns und liefen dann gemeinsam die 500 Meter bis dorthin. Dort kamen immer mehr Kinder dazu, dass am Ende mindestens 50 Kids dabei waren.

Es ist nicht einfach, die Bande im Griff zu haben, aber es macht Spass!

Letzter Gottesdienst

Zum letzten Gottesdienst in unserem Haus waren wir eine grosse Gruppe Missionare (Krutsches, Zwygarts, Wiebes und wir) und eine kleine Gruppe Khmer (Sophies Mutter und Herr Sott). Ich sprach über Lukas 14,15ff (das grosse Fest!). Gott lädt VIELE Menschen ein, und wir alle sagen es denen weiter, die noch nichts davon wissen - nah und fern.

Dieser Abschied war gefühlsmässig seltsam. Mit diesem Gottesdienst geht eine „Ära“ zu Ende. Es steht noch nicht fest, ob dieses Treffen beibehalten wird. Es kommen so Wenige! Welche Form wäre passender? Und vor allem: wo könnte man sich treffen?

Am Sonntag Nachmittag war ich emotional völlig erschöpft! Jedes einzelne Treffen war schön und wichtig. Aber als dann alles vorüber war, war die Kraft doch raus...